Am Dienstag den 5. März 2006 wird die Hamburger Polizei zu einer Tiefgarage gerufen. Am Steuer finden die Beamten eine leblose Frau. Es handelt sich um die 40-jährige Biggi Reichert.

Sie hatte als Tierärztin gearbeitet und nutzte diese Unabhängigkeit dazu, sehr viel Geld in Scientology zu stecken, wo sie derart die höchste Stufe erreichte – die Stufe OT VIII.
Sie führte u.a. die Scientology-Mission in Augsburg und wechselte dann als Mitarbeitern zur Scientology-Organisation in Hamburg, wo sie Public Exec Secretary (PES) war, der für die Öffentlichkeit in der Form zuständig ist, dass unter seiner Regie Leute angeworben, diese sogenannte Einführende Kurse besuchen und zu Scientologen gemacht werden. Darüber hinaus „verwaltet“ der PES das sogenannte „Feld“, um u.a. Scientology in strahlendem Licht erscheinen zu lassen oder sogenannte Feldmitarbeiter (FSMs) auszubilden.

Davor heiratete sie den scheinbar wohlhabenden Scientologen und Immobilienspekulanten Jürgen Reichert – nach der Hochzeit erfuhr sie, dass dieser mit rd. 10 Millionen Euro verschuldet war.

2006 wandte sie sich an die höchste Instanz in der „technischen“ Hierarchie von Scientology, um dieser Person mitzuteilen, dass sie zwar das höchste Ziel innerhalb von Scientology erreicht hat, dass ihre Probleme aber immer größer wurden. Dieser lud sie nach Flag, dem Mekka von Scientology, ein, Biggi fuhr hin, wollte zwei Wochen bleiben – ihr Rückflugticket wies darauf hin -, aber nach vier Tagen flog sie nach Hamburg zurück.

Die nächsten drei Tage verbrachte sie bei einer Scientology-Freundin, Gloria S., um sich am darauf folgenden Tag in ihrem Auto das Leben zu nehmen!

Es war eindeutig Selbstmord: Auf dem Vordersitz wurden Schlaftabletten gefunden, ein Schlauch war am Auspuff montiert, der die Abgase ins Wageninnere abgab. Die Autopsie ergab, dass sie an Kohlenmonoxidvergiftung gestorben war, die Schlaftabletten hätten nicht zur Herbeiführung ihres Todes gereicht. Dazu wurde ein handschriftliches Testament gefunden, das aber nur die noch vorhandenen Besitztümer verteilte, aber nicht auf den Selbstmordgrund einging.

Abschiedsbrief 1

Abschiedsbrief 2

Abschiedsbrief 3

Aber  noch etwas wurde bei der Autopsie entdeckt: Biggis Kopfhaut wies mehr als ein Dutzend kreisrunder Verbrennungen 3. Grades auf, die von der Größe her einer Zigarettenverbrennung entsprachen, aber nicht von Zigaretten stammten, da u.a. das Haar nicht verbrannt war.

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Vom Zeitpunkt her wurde bei der Autopsie festgestellt, dass sie in der Zeit vor oder während ihres USA -Aufenthaltes „entstanden“ waren.

Biggis Ehemann, Jürgen Reichert, war nach ihrem Tod verschwunden und blieb es bis heute. Scientology mauerte wie üblich und tat so, als ob sie noch nie etwas von Biggi Reichert gehört hätten. Die Regierung der USA zögerte, die deutschen Behörden zu unterstützen, um dieser Angelegenheit auf den Grund zu gehen.

Scientologen, die sich nach Biggi Reichert erkundigten, wurde von offizieller Scientology-Seite erklärt, dass Biggi einen plötzlichen Herzanfall erlitten hätte und verstarb.

Dazu zwei TV-Beiträge …