Angehörige fanden den 37-jährigen Wilhelm Mack am 27. September 1985 erhängt in seiner Werkstatt. Mit geronnenem Blut im Ohr, einer Stoffbinde um den Kopf und einem Knebel im Mund.

Wie der Journalist Horand Knaup (Freiburg) recherchierte, hatte der Mann aus dem schwäbischen Dorf Großbettlingen innerhalb von fünf Wochen rund 35.000 Euro für Kurse, Bücher und Vitamintabletten an das Stuttgarter Scientology-Zentrum überwiesen.

Dann kam er zur Besinnung und forderte sein Geld zurück. Der Journalist zitiert aus seinem Schreiben: „Da ich nun etwas Abstand zu Euch gewonnen habe, weiß ich erst recht, auf was ich mich da eingelassen habe. Leider! (…) Das Auditing und die Kurse haben mir in der Praxis erheblich mehr geschadet als evtl. genützt. Deshalb möchte ich mich davon trennen.“

Liselotte Wenzelbzrger Freizeit-Revue
Liselotte Wenzelburger am Grab ihres Bruders Wilhelm …

Trotz der mysteriösen Todesumstände erfolgte keine Obduktion, und die Ermittler gingen so schlampig ans Werk, dass sich das Stuttgarter Justizministerium, wie Knaup herausfand, später sogar bei der Familie entschuldigte.