Die Geschichte beinhaltet die Tragödie einer Familie von Scientologen – so wie sie täglich passieren könnte, wenn verschiedene Faktoren zusammentreffen. Opfer sind eigentlich alle Beteiligten – Täter nur einer: Scientology.

Auf der einen Seite stand die Mutter, Elli Perkins (Foto), Geschäftsfrau, OT V und hochrangige Scientologin in Buffalo, New York. Ihr Mann und ihre anderen Kinder sind ebenfalls Scientologen und teilten u.a. die „Einstellung“ von Scientology gegenüber der Psychologie und Psychiatrie.

Dies betraf vor allem den Sohn von Elli, Jeremy, der an Schizophrenie litt – und gemäß der Scientology-Doktrin jede psychologische/psychiatrische Behandlung ablehnte. Jeremy „hielt“ sich ausschließlich an die Scientology-Vorgaben – Auditing, Vitamine usw.

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Darüber hinaus wollte er der scientologischen Sea Org beitreten, dem paramilitärischen Arm von Scientology. Die Sea Org nahm ihn aufgrund seiner psychischen Probleme nicht auf und er ging in weiterer Folge zu einem scientologischen Osteopathen, Dr. Conrad Maulfair, der ihm weitere Vitamine verschrieb.

Jeremy lehnte auch diese schließlich ab und am 13. März 2003, dem Geburtstag von L. Ron Hubbard und höchsten „Feiertag“ von Scientology, ermordete er seine Mutter mit 77 Messerstichen.

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Er wurde verurteilt und wird seitdem im Rochester Psychiatric Center behandelt – vielleicht seine erste wirkliche Chance im Leben.

Und wie reagierte Scientology darauf?

Innerhalb weniger Tage wurde versucht, jede Verbindung zwischen Jeremy und Scientology zu vertuschen. Die ganze Familie Perkins sagte sich – gemäß den Vorgaben von Scientology – von Jeremy los. Scientologischer Fachausdruck: Disconnection.

Hier noch eine Timeline, die den Verdacht nahelegt, dass die Schizophrenie Jeremy nach der Ablehnung durch die Sea Org und den anschließenden Scientology-Kursen ausgebrochen ist.

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Zum Weiterlesen auf der Seite von Dave Touretzky

Fotos: Screenshot ABC/CBS, Buffalo News