Er war mehr als 20 Jahre ein „gläubiger“ Scientologe gewesen, als sein Leben im September 2000 „in tausend Stücke zerbrach“, wie sich sein Vater erinnerte. Er hatte seinen Job verloren und seine „Kirche“ half ihm nicht und warf ihn stattdessen hinaus. Am 23. Juni 2001 setzte er den Schlusspunkt hinter sein Leben, als er sein Auto auf dem Seitenstreifen einer Straße in Michigan parkte und einen Schlauch vom Auspuff ins Innere des Wagens legte.

In den Jahren davor hatte er rd. 500.000 Dollar bei Scientology abgeliefert, die Stufe OT VII erreicht, bevor er final einen psychischen Zusammenbruch im „Mekka“ von Scientology, Flag, erlitt. Dort wurde ihm daraufhin lakonisch mitgeteilt, dass man ihm nicht helfen könnte und er so rasch als möglich abreisen musste.

Anzumerken bleibt, dass Scientology damals gerade mit den gerichtlichen Nachwirkungen des Todes von Lisa McPherson beschäftigt war, die ebenfalls einen psychotic breakdown erlitten hatte und danach im Rahmen der „Pflege“ durch Scientology in Flag gestorben war.

Die letzten Wochen vor seinem Selbstmord verbracht er in einem Krankenhaus, musste sich mit aktuellen Schulden in der Größenordnung von rd. 50.000 Dollar herumschlagen, bevor er seinem Vater am 20. Juni 2001 u.a. schrieb: „Danke, dass du ein großartiger Vater warst!“

Tage später fand die Polizei im Hotel von Greg Bashaw eine Nachricht an seinen Sohn: „Goodbye, du warst ein guter Freund. Love, Dad!“

Er hatte zuvor das getan, was 25 Jahre zuvor auch der Sohn des Scientology-Gründers L. Ron Hubbard, Quentin, gemacht hat: Er brachte sich um.

R.I.P. Greg Bashaw …

Dazu ein Artikel im Chicago Reader …