Am 29. Dezember 2003 tötete der 23-jährige Willem Van Rompay (Foto) seine gleichaltrige Freundin mit zwei gezielten Schüssen.

Dabei war Katrijn Borré noch gar nicht wirklich seine Freundin. Sie hatte Van Rompay zuvor nur fünfmal getroffen und wollte danach kein weiteres Treffen mehr mit ihm.

Nach dem Mord fuhr William ziellos durch die Gegend und telefonierte mehrmals mit seiner Mutter, Els Van Den Eynde, die gerade einen Scientology-Kurs in England besuchte.

Auch zu seinem Vater, Boudewijn Van Rompay, hatte er Kontakt, der ihm nahelegte, „Selbstmord zu verüben und im nächsten Leben als sein strahlender Sohn zurückzukehren – er würde ihn mit offenen Armen empfangen.“

Die Mutter von Willem: „Boudewijn rief mich an, um mir zu sagen, dass er sich von seinem Sohn verabschiedet hatte. Aber das konnte ich nicht zulassen. Ich sprach mit Willem und er stellte sich dann der Polizei.“

Im anschließenden Gerichtsprozess verteidigte sich Willem damit, dass er keine Hilfe für seine Probleme hatte finden können. Von Scientology hätte er nur welche erwarten können, wenn er Geld gehabt hätte und das hatte er nicht: „Zuvor hatte mein Vater 40.000 Euro für diverse [Scientology] Behandlungen ausgegeben.“

Das Gericht verurteilte 2005 den mittlerweile 25-jähren Willem Van Rompay zu 25 Jahren Haft.

Seine Eltern setzten nach einer kurzen „Pause“ ihre Scientology-Karriere fort. Boudewijn Van Rompay nahm sie 2006 wieder auf, als er weitere 40.000 Dollar der IAS (International Association of Scientolgists) spendet und derart zum Patron aufstieg. Am 1. Mai 2012 erreichte er die Stufe OT I.

Els Van Den Eynde setzte sie bereits Ende 2005 wieder fort und ist heute OT III. Als letzen Kurs absolvierte sie am 1. September 2011 einen Scientology-Kurs mit dem Namen Der Weg zum Glücklich sein