Der schwedische Fernsehsender Channel 4 berichtete am 7. Jänner 1979:1982 wurde auf die Villa des schwedischen Staatsanwalts Denckert ein Bombenanschlag verübt und dabei sein Schwiegersohn getötet. 1983 wurden mehrere Stockwerke im großen Gebäude der Steuerverwaltung durch eine Bombenexplosion zerstört. Später im Jahr wurde auf das Gebäude einer Strafverfolgungsbehörde ein Bombenanschlag verübt.

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Im Dezember 1983 wurde einer der Hauptverdächtigen, der Scientologe Hannu Hyttinen, in seiner Wohnung in Stockholm durch eine Bombe getötet. Er war zuvor im Zusammenhang mit den Bombenanschlägen verhaftet worden, musste aber wieder entlassen werden, da die vorliegenden Beweise für eine Verurteilung nicht ausreichten.

Das GO [Guardians Office – heute: Office of Special Affairs des Scientology-Kults ] in Stockholm besuchte ihn nach seiner Verhaftung und befragte ihn unter Verwendung des Scientology-E-Meters. Das geschah in Zusammenarbeit mit einem Polizisten, der daraufhin vom Dienst suspendiert wurde.

Hyttinen arbeitete für das GO wie auch für die CCHR [Citizens Commission for Human Rights – eine Scientology-Tarnorganisation] und besuchte Kurse bei Scientology. Hyttinens Freund in der CCHR, Lars Tingström, wurde für diese Verbrechen zu einer Gefängnisstrafe verurteilt, er bestritt jedoch seine Beteiligung bis zu seinem Tod im April 1993.

Tingström behauptete, dass es der Scientologe Hyttinen war, der die Bomben herstellt hat. In seiner letzten Stellungnahme sagte Tingström, dass er auch wusste, wer den schwedischen Premierminister Olof Palme 1986 ermordet hatte. Tingström und Hyttinen waren beide Freunde des Hauptverdächtigten für den Mord an Palme, Christer Pettersson.

Der Prozess gegen Christer Pettersson im Fall Palme wurde kürzlich wieder aufgenommen.“

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Foto: Toledo Blade