Der 32-jährige Gabriel Graves (Foto) starb im 25. Oktober 2011 bei Narconon Arrowhead.

Er absolvierte gerade das „Programm“ von Narconon und lag tot im Bett.

Dazu DER SPIEGEL: „Vermeintliche Drogenhilfe – Tod in der Sekten-Klinik: Drei Tote in den letzten zehn Monaten – in einer Drogenentzugsklinik im US-Staat Oklahoma mehren sich mysteriöse Todesfälle. Die Einrichtung fällt mit dubiosen Methoden auf – und mit ihrer Nähe zum Scientology-Universum.

Es begann mit einem Versprechen. Am Ende aber stand der Tod. ‚Hier bei Narconon helfen wir Menschen, die drogenabhängig oder alkoholsüchtig sind‘, heißt es auf der Homepage von Narconon International. ‚Tausende‘ seien schon erfolgreich rehabilitiert worden und lebten nun ‚ein stabiles, ethisches, produktives, drogenfreies Leben‘. Und: ‚An unsere Erfolgsrate kommt keiner ran.‘

Tatsächlich? Jetzt rückt eine ganz andere Rate in den Vordergrund. In der Narconon-Entzugsanstalt Arrowhead im US-Südstaat Oklahoma sind allein in den letzten zehn Monaten drei Patienten verstorben: …

Narconon verfolgt eine mittlerweile berüchtigte Entziehungskur: In mehrwöchigen Kuren müssen die Patienten, die Studenten genannt werden, bis zu fünf Stunden am Tag in der Sauna sitzen, zudem Nikotinsäure und andere Vitamine zu sich nehmen. Vor und nach Abschluss der gesamten Prozedur absolvieren sie eine Art Persönlichkeitstraining.

Besonders pikant: Narconon ist mit Scientology verbandelt. … Die Methode für den Drogenentzug ist mehr als dubios: Sie beruht auf Eingebungen von Sekten-Gründer L. Ron Hubbard aus den sechziger Jahren. Nach dessen Vorstellung lagern sich Rückstände der Drogen im Gewebe der Süchtigen ab. Durch Sauna und Co. sollen diese Substanzen dann ohne Medikamente aus dem Körper gewaschen werden. Experten und Kritiker haben dieses Verfahren wieder und wieder als pseudowissenschaftlich gebrandmarkt.“

Hier noch Narconon Review für weitere Informationen